Verkehr Zentralklinikum

Frage: Das neue Zentralklinikum im Entenbad wird viel zusätzlichen Verkehr anziehen. Wie lässt sich dieser verträglich bewältigen?

Unsere Antwort zu Fragen zur Kommunalpolitik der Oberbadischen Zeitung:

Soziales Lörrach fordert, den Bau des ZK (Zentralklinikum) und seine Alternativen nochmals zu prüfen. Die Kliniken des Landkreises schreiben schwarze Zahlen, ein Zeitdruck ist sachlich nicht gegeben. Planung und Bauausführung müssen so koordiniert sein, dass bei Fertigstellung des ZK die Verkehrsverbindungen einsatzbereit sind.
Soziales Lörrach hält den Verkauf des Gewerbegebietes für den Bau des ZK für eine Fehlentscheidung.

9 Kommentare

  1. Bodo Jezierski

    Das ZK ist eine gute Idee, wenn nicht schon vorher wieder Fehler gemacht wurden! Nennen wir nur das kostenpflichtige Parkhaus für 1000 PKW! In welchem Mittelalter sind die Planer stecken geblieben? Wegelagerei bei Menschen im Ausnahmezustand! Außerdem wurden einmal wieder in der Planung keine Preisgarantie gefordert und eine Gesamtkosten Kalkulation abgegeben! Wie bei allen öffentlichen Projekten haben die Planungs- und Baufirmen wieder einmal die Möglichkeit an der Kostenschraube zu drehen! Der Steuerzahler zahlt es ja!
    Was aber dem ZK fehlt ist ein ÖPNV und günstige Unterkünfte für Angehörige!
    Darum:
    A. S-Bahn S5 im Takt-30 von Kandern nach Waldshut über die Weratalbahn
    B. S-Bahn S6 im Takt-15 von Schopfheim nach Laufenburg CH über Basel zwischen 4:00 Uhr und 1:00 Uhr
    C. Busbahnhof für InterUrbain und CityShuttle Busse zwischen 5:00 Uhr und 1:00 Uhr
    D. Krankenhaus Hotel & Pension für Angehörige
    E. Kostenlose Parkplätze für Patienten und Angehörige

  2. Dietmar Ferger

    Wir sind der festen Überzeugung, dass der Bau des Zentralklinikums ein großer Fehler ist. Die Begründung findet sich unter http://www.dielinke-loerrach.de
    Der aufgebaute Zeitdruck ist nicht sachgemäß, da die Kreiskliniken ja bekanntlich schwarze Zahlen schreiben.
    Deshalb sollte (wenn nun doch gebaut wird) so gebaut werden, dass die Verkehrsanschlüsse (und da muss es noch mehr geben, die Vorschläge hier sind gut und richtig) fertiggestellt sind, bevor das Klinikum in Betrieb geht.

  3. Bodo Jezierski

    Viele koche vergeben bekanntlich den Brei!
    Als Lörracher finde ich es sehr gut, das die beiden Kliniken sehr gut zu Fuß oder mit dem Velo erreichbar sind!
    Aber ich sehe auch das Problem hier drin! Vor ein paar Wochen wurde meine Tochter (15) von einem Auto auf dem Velo angefahren! Sie wurde zur Unfallaufnahme in Elisabethen Krankenhaus gefahren, weil ja noch nicht Volljährig! Die Unfallaufnahme wiederum lehnte Sie ab und schickte meine Tochter in die Kreisklinik Lörrach! Soetwas würde in einem Zentralen Hospital nicht passieren! Und ja, auch für Rheinfelden werden die Wege länger! Dennoch sehe ich, in einem Zentralklinikum die Chance für eine bessere Versorgung! Mein Problem ist’s eher, das ich sehe, wie die Kreis- und Stadtpolitik mit der Aufgabe der Entscheidung, Planung und Vergabe überfordert ist! Praktisch wurde in Lörrach ein Blankoscheck herausgegeben! Und das ist der eigentliche Fehler! Man macht aus diesem Projekt eine Gelddruckmaschine für die Initiatoren, Planer und Architekten!
    Alleine das Parkhaus für 1000 PKW, die dann nur kostenpflichtig Parken können ist gegenüber dessen, warum man dort Parken muß pure Abzocke! Alternativen gibt es aber nicht!

  4. Dietmar Ferger

    Hallo Herr Jezierski, ja klar, das ist Inkompetenz pur, was Ihrer Tochter passiert ist. Hat aber nichts mit der Struktur zu tun – in einem großen Klinikum gibt es dann andere Grüne für Inkompetenz.
    Die entwicklung geht doch dahin, dass es einen Kampf um die „guten“ Patienten geben wird (oder schon gibt). „Gute“ Patienten sind die, an denen man etwas verdienen kann. Und immer mehr vagabundierendes Geld geht in die Klinik- und Praxisbranche, das will Geld verdienen.
    Wenn jetzt z.B. Helios in Rheinfelden, in Schönau und in Efringen Medizinische Versorgungszentren aufmacht, finden das die Bürger natürlich gut, denn sie haben wohnortnahe Versorgung. Die „guten“ Patienten werden von dort zur Weiterbehandlung aber natürlich nicht ins Klinikum Lörrach, sondern z.B. nach Müllheim geschickt. Lörrach bekommt dann nur die, an denen sich nichts verdienen lässt.

    • Bodo Jezierski

      Hallo Dietmar! Kannst mich Bodo nennen!
      Ich würde auch das Krankenhaus dort belassen wo es ist! Aber eher aus dem Grund heraus, das wir dieses Gelände natürlich erhalten müssen! Es ist die Klimaanlage von Lörrach! Wird hier verdichtet, bekommt die Stadt vom Schwarzwald verbrauchte Luft! Aber auch als Lokomotivführer würde es mich Freuen, wenn es keine zusätzliche Haltestelle Entenbad gibt! Jede weitere Haltestelle macht die S-Bahn zur Trambahn! Aus Schnellbahn wird Schneckenbahn! Und darum die Tram 6 bis Haagen Messe als ByPass zur S5/6 zwischen Basel und Haagen! Du hast sicherlich gelesen, das es auch schon faktisch jetzt möglich ist, die S6 im Takt-15 zwischen Schopfheim und Basel SBB und die S5 im Takt-30 zwischen Schopfheim und Weil a.R. sowie die S6 zwischen Schopfheim und Zell i.W. zu fahren! Ja, ich habe selbst die Züge gefahren… und außer ein paar wenigen Signaltechnischen Änderungen in Lörrach Hbf., die das kuppeln und Flügeln dann ermöglichen, wäre Seitens des Fahrweges alles getan! Es braucht eben nur weitere Fahrzeuge und Personal!

  5. Dietmar Ferger

    Hallo Bodo – OK, da müssen wir uns noch unterhalten.
    Meines Wissens planen die Schweizer im Endausbau zwei S-Bahnen, die durch Lörrach fahren, eine aus Rheinfeldne (Schweiz), die andere aus Olten. Und das werden (mindestens) Doppeltraktionszüge sein, da kann man nichts mehr „flügeln“ ohne die Bahnsteige zu verlängern – was unmöglich ist. Das kennst Du ja bestimmt:
    https://www.bazonline.ch/basel/stadt/teure-nachbesserungen-beim-projekt-herzstueck/story/17312421
    Da sind also drei S-Bahnen durch Lörrach, was Verkehrskollaps bedeutet.
    Da die Schweizer nicht nur träumen, sondern auch finanzieren, wird das wohl so kommen.
    Insofern soll der Stettemer bahnhof so gabaut werden, dass die S5 (einfachtraktion) über eine Weiche auf das neue östliche Gleis geführt wird, das dann auch vor der Hauptstraße endet.
    Zwischen den Gleisen entsteht ein Mittelbahnsteig.
    Die S5 fährt immer zwei Minuten vor der S6 aus Basel ein, dann können die Fahrgäste über den (überdachten) Mittelbahnsteig in die S6 einsteigen und weiterfahren. In Stetten werden die Türen also an beiden Seiten geöffnet.
    Das hat auch den Vorteil, dass die Leute aus stetten Ost nicht mehr über die Gleise bzw. Schranke müssen wenn sie zum Zug wollen, sondern natürlich auch von der Hauptstraße auf den Mittelbahnsteig kommen.

  6. Bodo Jezierski

    Salut Dietmar!
    Wer soll die S5 fahren? Man wird kein Tf. finden, der alle 6 Minuten seinen Führerstand wechselt! Außerdem heißt Umsteigen immer Zeitverlust!
    Ja, wenn man zwischen Riehen und Schopfheim, zweigleisig Ausbaut wäre dies die bessere aber auch kostspieligere Lösung. Wünsche ich mir zu Weihnachten! Aber: Das Kuppeln und Flügeln würde immer funktionieren, weil nur jede zweite S-Bahn als Kurzzug von/nach Basel SBB verkehren würde! Setzt man Dosto (Doppelstockzüge) ein wie meinen Lieblings Dosto MI 09 der RER Paris (Linie A), kann man das Raumangebot um Rund 40% erhöhen! Doppelstock bedeutet nicht unbedingt doppelt so viele Fahrgäste!
    Und bis das Herzstück fertig wird! So um das Jahr 2040, braucht es Lösungen im Fahrplanwechsel Rhythmus! Ich Denke, das es möglich ist, den Takt-15, S6 und Takt-30, S5 wenn DB Netze / EBA und BW mitspielt, zum Sommerfahrplan 2020 angeboten werden können! Zudem müssen die „Deutschen“ bereit sein, mehr Geld an die SBB AG für Ihre Leistung zu zahlen! Derzeit legt die SBB AG Massiv drauf! Die Einnahmen und Bestellungsgeld reichen nicht aus! Und so befürchte ich, das sich die SBB, wie auch zwischen Singen und Schaffhausen sich zurück ziehen wird! ( Das Ende in 2020?) Man Bedenke! Außer dem Personal kommt alles aus der „teuren“ Schweiz….
    Und die Palmrain-Anbindung, würde zwei europäische Staaten, und Städte ( Saint Louis, Hunningue, Weil a.R., Lörrach) verbinden und die EuroAirport Anbindung nicht über ein „Schengen Land“ … Leider sind die Schweizer nicht bereit, Europäer zu werden, zu führen! Und somit werden wir uns weiterhin mit langen Grenzstaus und Kontrollen Vergnügen müssen! Es Lebe Europa!!! Hurra … den Nationalisten und Populisten für kleinweltliches Denken im Nano Bereich…
    Meine Überlegung zu TriRhena S-Bahn Basel Level 01 ist schnell umsetzbar, und auch finanzierbar! Daraus kann man Schritt für Schritt zur TriRhena S-Bahn RER Basel der Trinationalen Metropolregion Basel entwickeln….
    Wenn die Schweizer meinen, auf mehrere Jahre Basel umgraben zu müssen, dann Bitte! Aber ich sehe hier einen schnelleren Bedarf. Basel ist flächenmässig sehr klein und praktisch ist alles zu Fuß erreichbar! Wer möchte, wenn er 50 Meter geradeaus gehen kann, 30 Meter unter die Erde gehen um dann wenige Minuten Später 30 Meter wieder Auftaucht! Jetzt Überspitzt geschrieben! Nein! U-Bahn Macht keinen Sinn! Hauptbahnhof Basel SBB / SNCF ist ein Bahnhof mit Kapazitäten!
    Macht man aus Basel SBB / SNCF einen Durchgangsbahnhof wäre das die billigere Alternative! Das Tram und der Bus in Basel sind der bessere Weg für Basel, nein kein Herzstück bitte….

  7. Bodo Jezierski

    Wenn ihr meinen Vorschlag in die Presse bringt! Denke ich, werden viele Pendler Euch die Stimme geben! Der Takt-15 auf der S6 MIT dem Takt-30 auf der S-5 wäre zum Winterfahrplan 2020, wenn Alle mitspielen, schon zum Sommerfahrplan 2020 machbar! Die Kreuzungen sind da! Müssen nur genutzt werden! Und das Land, der Besteller muß Bereit sein, die „wahren Kosten“ des ÖPNV im Wiesental zu tragen! Fahrzeugmaterial dürfte kein Problem sein!
    Kontakt über e-mail möglich!

  8. Bodo Jezierski

    Spanische Bahnsteige sind Gut! Aber nicht zum Überqueren der Gleise geeignet! Letztlich kommen zu 70% die Verspätungen durch die Reisenden! Traurig genug, das es noch 30% sind, die von der selbst kommen!
    Aber, wenn man hier mit anderen Maßstäben ansetzt und die Bahnlinien so Plant, das wie ich es immer gerne Sage: “ Störfall muß immer der Normalfall sein!“ Das System muss so Ausgebaut sein, das der Reisende, faktisch Störfälle oder Verspätungen, gar nicht mitbekommt!
    Mehr KS Signale zum nachführen der Züge! Längere Bahnsteigzeiten! Statt 30 Sekunden vielleicht 40 – 50 Sekunden! Puffer auch in der Streckengeschwindigkeit einbauen! Und an Knotenbahnhöfen ebenfalls die Puffer um ein bis zwei Minuten verlängern! Und siehe da! Die Bahn ist immer Pünktlich! Wenn dann auch noch die Richtigen Fahrzeuge (Züge) bereitgestellt werden, und keine Schönwetterfahrzeuge, wenn die HVZ der Normal zustand ist, dann haben wir es geschafft, einen pünktlichen Nahverkehr zu fahren und glückliche Reisende zu haben….

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