{"id":401,"date":"2019-06-30T18:34:55","date_gmt":"2019-06-30T18:34:55","guid":{"rendered":"https:\/\/soziales-loerrach.de\/?page_id=401"},"modified":"2019-06-30T18:34:55","modified_gmt":"2019-06-30T18:34:55","slug":"kreisklinikum-und-gesundheitspolitik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/soziales-loerrach.de\/index.php\/programme\/programm-2019-kreis-loerrach\/kreisklinikum-und-gesundheitspolitik\/","title":{"rendered":"Kreisklinikum und Gesundheitspolitik"},"content":{"rendered":"<h4><a>Klinikneubau<\/a><\/h4>\n<p>Den Abbau der gewachsenen und wohnortnahen Klinikstruktur zugunsten eines zentralen Klinik-Neubaus lehnt <strong>LINKE UND SOZIALE<\/strong> Politik. Sie steht f\u00fcr wohnortnahe, niederschwellige und qualitativ hochwertige flexible Gesundheitsversorgung, nicht f\u00fcr zentralisierte Massenabfertigung.<\/p>\n<p>Der Bau des zentralen Kreisklinikums wurde ohne Beachtung der fr\u00fchzeitigen, berechtigten und begr\u00fcndeten Warnungen erfahrener Krankenhaus\u00e4rzte von der Verwaltung forciert und vom Kreistag kritiklos abgesegnet. Dabei sprechen viele Fakten daf\u00fcr, dass die geplante Struktur nicht tragf\u00e4hig ist:<\/p>\n<p>Vor allem ist das Einzugsgebiet des Klinikums mit ca. 150.000 Einwohnern viel zu klein um eine Auslastung der teuren Medizintechnik und der spezialisierten \u00c4rzte zu gew\u00e4hrleisten. Diese Zahl entspricht in etwa den Menschen, die im S\u00fcden des Landkreises leben und keine Schweizer Zusatzversicherung haben, die sie zu einer Behandlung in Schweizer Kliniken berechtigt \u2013 die im Norden des Landkreises lebenden Menschen orientieren sich nach M\u00fcllheim, Freiburg oder Titisee. Alle erfolgreichen kommunalen Klinikgesellschaften in Baden-W\u00fcrttemberg haben Einzugsbereiche von mehr als 300.000 Einwohnern.<\/p>\n<p>Weiterhin wird in Waldshut ebenfalls ein Neubau eines Klinikums geplant, so dass neben der Konkurrenz zu den Kliniken der Kantone Basel-Land und Basel-Stadt \u2013 die sich verst\u00e4rkt auch auf den s\u00fcdbadischen Markt ausrichten wollen \u2013 noch ein Wettbewerb um Patienten aus dem Nachbarkreis entsteht.<\/p>\n<p>Wenn teure Medizintechnik nicht ausgelastet wird, entstehen hohe strukturelle Defizite, die von dem Tr\u00e4ger \u2013 also dem Landkreis und seinen Kommunen \u2013 ausgeglichen werden m\u00fcssen. Wenn dauerhaft strukturelle Defizite auftreten, wird auf die Dauer das Budget des Kreises so belastet, dass es zu einem Notverkauf an einen privaten Tr\u00e4ger kommen wird \u2013 ein Verkauf, der erfahrungsgem\u00e4\u00df nur einen minimalen Bruchteil der Investitionssumme einbringt, so dass nicht nur keine kommunale Gesundheitsversorgung mehr vorhanden, sondern auch ein Verlust im hohen zweistelligen Millionenbereich zu erwarten ist.<\/p>\n<p>Auch spezialisierte \u00c4rzte m\u00fcssen ihre \u201eFallzahlen\u201c erreichen, um in ihrem Spezialgebiet anerkannt und erfolgreich zu bleiben. Ob also bei mangelnder Auslastung die f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Behandlungen notwendigen \u00c4rzte gehalten werden k\u00f6nnen, ist zumindest fraglich.<\/p>\n<p><strong>LINKE UND SOZIALE<\/strong> Politik wird sich daf\u00fcr einsetzen, diese drohende Katastrophe zu verhindern. Falls dieses nicht gelingt, wird sie sich daf\u00fcr einsetzen, dass notwendige Einsparma\u00dfnahmen nicht auf Kosten der Besch\u00e4ftigten gehen.<\/p>\n<h4><a>Was ist die LINKE UND SOZIALE Alternative?<\/a><\/h4>\n<p>Das von den <strong>LINKEN<\/strong> favorisierte Konzept ist eine <strong>gemeinsame Klinikgesellschaft<\/strong> der Landkreise L\u00f6rrach und Waldshut, die die bestehenden Kliniken \u2013 evtl. erg\u00e4nzt durch medizinische Versorgungszentren im l\u00e4ndlichen Raum \u2013 als wohnortnahe Portalkliniken f\u00fcr Vor- und Nachsorge, Notfallambulanz und f\u00fcr kleinere und unkomplizierte Behandlungen beh\u00e4lt und ein kleineres, neu zu bauendes zentrales Hochleistungsklinikum f\u00fcr spezialisierte Behandlungen betreibt, an dem auch einen Rettungshubschrauber stationiert sein kann.<\/p>\n<p>Diese gemeinsame Klinikgesellschaft hat ein Einzugsbereich von ca. 350.000 Menschen und kann so die notwendige Infrastruktur f\u00fcr komplizierte Eingriffe vorhalten und auslasten, so dass keine Defizite durch Nichtauslastung entstehen. Auch der unn\u00f6tige Wettbewerb mit dem Nachbarlandkreis entf\u00e4llt, es werden keine teuren Strukturen doppelt vorgehalten.<\/p>\n<h4><a>Gesundheitspolitik<\/a><\/h4>\n<p><strong>LINKE UND SOZIALE<\/strong> Gesundheitspolitik steht f\u00fcr eine gleichberechtigte und m\u00f6glichst naturnahe Gesundheitsversorgung und eine bestm\u00f6gliche Behandlung im Krankheitsfall unabh\u00e4ngig von der finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit des Patienten. Wir setzen uns ein f\u00fcr eine wirkliche Pr\u00e4vention, die mehr ist als Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen, die bei der Gesundheitserziehung in Kindergarten und Schule beginnt und bei Sport- und Bewegungsangeboten f\u00fcr Senioren nicht endet.<\/p>\n<p><strong>LINKE UND SOZIALE<\/strong> Gesundheitspolitik steht auch f\u00fcr eine ganzheitliche Sichtweise auf den Menschen, sie nimmt gegen\u00fcber dem profitorientierten pharmazeutisch-industriellen Komplex eine kritische Haltung ein, bevorzugt Pr\u00e4vention vor Behandlung, sch\u00e4tzt aber gleichzeitig die oft lebensrettenden und Gesundheit erhaltenden Errungenschaften der modernen Medizin gerade bei Operationen und in der Diagnostik.<\/p>\n<p><strong>LINKE UND SOZIALE<\/strong> Gesundheitspolitik wird Initiativen f\u00fcr gesundheitsf\u00f6rdernde und pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen f\u00f6rdern und das Budget der <strong>Gesundheitskonferenz<\/strong> aufstocken und dauerhaft erhalten.<\/p>\n<p><strong>LINKE UND SOZIALE<\/strong> Gesundheitspolitik steht aber auch f\u00fcr ein <strong>gesundheitsf\u00f6rderndes Lebensumfeld<\/strong> und umfassende Technikfolgenabsch\u00e4tzung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klinikneubau Den Abbau der gewachsenen und wohnortnahen Klinikstruktur zugunsten eines zentralen Klinik-Neubaus lehnt LINKE UND SOZIALE Politik. 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